Gerichtet an Ausbildungsbetriebe und ihre Azubis schreibt das IfT Institut für Talententwicklung jährlich einen vocatium Ausbildungspreis unter dem Motto „Warum ich meine Ausbildung liebe?“ aus.


  • 1. Platz: Daniel Franke, Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung, DB InfraGO AG (Sachsen)
  • 2. Platz: Evelyn Klutzny, Zierpflanzengärtnerin, Botanischer Garten der Friedrich-Alexander-Universität (Bayern)
  • 3. Platz: Die Klasse KOC41, Köche/Köchinnen, Fachkräfte Küche und Fachpraktiker/innen Küche, Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz (Mecklenburg-Vorpommern)
  • 4. Platz: Ayse-Neva Celik, Kauffrau für Büromanagement, Gate Gourmet GmbH Holding Deutschland (Hessen)
  • 5. Platz: Vera Philibert, Kinderpflegerin, Städtische Tageseinrichtung Pelikanweg (Nordrhein-Westfalen)

Viel Freude beim Lesen der Siegertexte!

Siegertexte 2025:

*** Deutsche Bahn – Fahrgastinformation ***

Liebe Fahrgäste,
willkommen an Bord des „Azubi Express“. Ziel der Fahrt: Ungebremste Begeisterung für meine Ausbildung als Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung bei DB InfraGO AG in Leipzig – Verspätungen diesmal nicht vorgesehen (ausnahmsweise).


*** Abfahrt: Kindheitsträume | Gleis 1 ***
Bitte beachten Sie: Erste kindliche Faszination registriert beim verzückten Winken eines ICE am Leipziger Hauptbahnhof. Seither bestätigt: Begeisterung für die Bahn übertrifft regelmäßig deren Pünktlichkeit. Berufswunsch trotzdem (oder gerade deswegen) stabil auf dem richtigen Gleis.

*** Nächster Halt: Spannender Arbeitsalltag | Gleis 2 ***
Dieser Beruf ist definitiv kein entspannter Aufenthalt im Bordrestaurant – sondern Echtzeit-Strategiespiel auf allerhöchstem Niveau. Achtung, kein „Zurück-Button“ verfügbar! Schnelles Umdenken notwendig, besonders wenn Züge wieder einmal spontan ihr Gleis ändern (man kennt´s ja). Erfolgserlebnis garantiert, solange man den IC nicht aus Versehen in die falsche Stadt schickt.

*** Außerplanmäßiger Aufenthalt: Lernmomente | Gleis 3 ***
Kurzzeitige Verspätungen durch gelegentliche Gleisverwirrungen nicht ausgeschlossen. Zweifache Gleisbelegung passiert nur selten – zumindest offiziell. Dank tiefenentspannter Ausbilder (Kaffee wirkt!) werden auch solche Situationen souverän gemeistert. Lernziel: Fehler sind akzeptiert, aber möglichst ohne regelmäßige Wiederholung.

*** Umstiegsmöglichkeiten: Teamgeist und (Selbst-)Ironie | Gleis 4 ***
Nutzen Sie die Gelegenheit für humorvolle Gespräche und einen herzhaften Lachanfall in der Pause. Verschwundene Züge, rebellische Weichen und geheimnisvoll verspätete ICEs werden hier charmant und selbstkritisch aufgearbeitet. Wenn schon Probleme, dann wenigstens mit guter Laune!

*** Zielstation: Karriere in der Betriebszentrale Leipzig | Gleis 5 ***
Nach erfolgreicher Ausbildung winkt die Übernahme in die Betriebszentrale Leipzig mit überregionaler Verantwortung. Dann darf man endlich offiziell das dirigieren, was man schon immer heimlich vermutet hat: Ein großes, chaotisches, aber liebenswertes Zug-Orchester.

*** Anschlusszug: Deine Karrierechance | Gleis 9 ¾ (Gleis der Träume – Abfahrt jederzeit)***

Einsteigen, bitte! Dein Zug Richtung Traumberuf steht bereit. Vorsicht an der Bahnsteigkante – es könnte glatt vor Begeisterung sein!

Vielen Dank für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit! Wir wünschen eine angenehme Fahrt und hoffen, Sie haben Ihre persönliche Berufsentscheidung dabei.

Hier gelangen Sie zur Originaleinreichung der Fahrgastinformation.

Mach mit und bleibe fit!
Wenn ich im fernöstlichen Garten mit dem Rechen das Laub fege, begleitend von einem bezaubernd klingenden Windspiel, fühle ich mich wie ein Mönch, der mit jedem Atemzug Körper, Geist und Seele in Einklang bringt. Auf dem Hochmoor Blätter aufzusammeln, ist wie bei leichtem Wellengang über die Weltmeere zu surfen. Und im Tropenhaus bei 20 Grad und feuchtwarmen Klima, kämpfe ich mich durch den Dschungel der Mangroven, wie an der Westküste Sri Lankas. Für eine solch´ abenteuerliche Reise, stehe ich gerne frühmorgens auf, da ich keinen Tag von meinem neuen Leben verpassen will.

Als Greenkeeper hat man einen abwechslungsreichen und spannenden Alltag: Mal sind wir im Arbeitsraum und vermehren Pflanzen oder basteln Sterne aus Bambus. Ich liebe es kreativ zu arbeiten und mit Farben und Formen zu spielen. Es macht einfach Spaß, Zierpflanzen miteinander zu kombinieren und den Menschen mit einer schön bepflanzten Schale ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern :). Gefallen hat uns Azubis auch, dass wir Flaschengärten gestaltet haben und diese erfolgreich an der Pflanzenbörse verkauften.

Gärtnern ist ein Kunsthandwerk, bei dem unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz kommen, wie z. B. eine Säge beim Bau eines Insektenhotels oder dem Bau einer Holz-Umrandung für einen Moosgarten.

Manchmal fahren wir mit den Fahrrädern zur Außenstelle in den Aromagarten. Dort schneiden wir Bäume und Sträucher zurück oder pflegen wohlduftende Aroma- und Heilpflanzen. 
Täglich blicken wir in den Himmel, notieren die Wetterlage mit Niederschlag und Temperatur, um Gießvorgänge besser planen zu können. Sollte es richtig heiß sein, verwenden wir Kreisregner oder Bewässerungsschläuche, die uns die Arbeit erleichtern. Wenn ein Pflänzchen krank ist, erforschen wir die Ursache mithilfe eines Mikroskops, mit dem wir Kleinstlebewesen vergrößern und filmen können. So haben wir die Gewissheit, um welchen Schädling es sich handelt und setzen gezielt Nützlinge wie Marienkäfer ein.

Held trotz Handicap 
Zunächst hatte ich Bedenken, ob ich den Job mit Skoliose, einer Wirbelsäulenverkrümmung, machen kann. Beim Vorstellungsgespräch erhielt ich sogar positives Feedback für meine Offenheit und habe die Stelle bekommen. Sei also mutig und mache das Unmögliche möglich. Mit einer positiven Einstellung stellte ich mich der Herausforderung und dank vieler Bewegung sind meine Rückenschmerzen Geschichte. Wenn doch mal ein schwerer Pflanzkübel gehoben werden muss, gibt es liebe Kollegen mit Teamgeist, die kräftig mit anpacken.

Grüne Zukunft 
Der Beruf des Gärtners bietet verschiedene Fachrichtungen an: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Anschließend kann man sich weiterbilden zum kletternden Baumpfleger, Natur- und Landschaftspfleger, technischen Meister oder besucht eine Schule für Blumenkunst. Mit Hochschulabschluss wäre das Studium zum Agrarwissenschaftler oder Landschaftsarchitekten eine Option. Zu guter Letzt, gibt es da noch Seminare und Exkursionen im In- und Ausland, die von Vereinen für junge Gärtner organisiert werden, an denen man teilnehmen kann.

„Think clever- think green“ – und werde Teil der boomenden grünen Branche.

 

Rezept: Kochausbildung à la passion
 

Zutaten:

1 große Prise Leidenschaft

3 EL Neugier auf neue Aromen

2 Hände voll Teamgeist

1 Schuss Kreativität

eine ordentliche Portion Geduld

eine Prise Chaos (für den Nervenkitzel)

frische Kräuter des Lernens, täglich gepflückt

ein Bund Stolz, selbst geerntet

Zubereitung:

Zuerst die Leidenschaft in einem großen Topf langsam erwärmen. Sobald sie zu brodeln beginnt, füge die Neugier hinzu – sie verleiht dem Ganzen Tiefe und Würze.

Den Teamgeist vorsichitg unterheben – er sorgt dafür, dass in der Küche alles rund läuft, auch wenn's heiß hergeht.

Jetzt die Kreativität mit einem Schneebesen einrühren – keine Angst vor wilden Ideen oder neuen Kombinationen!

 Die Geduld langsam einkochen lassen – dieser Schritt dauert, ist aber unverzichtbar, um das volle Aroma der Erfahung zu entfalten.

Eine kleine Prise Chaos einrühren - diese Zutaten bringen die nötige Würze ins Rezept des Kochalltags.

Kurz vorm Servieren mit frischen Kräutern des Lernens abschmecken. Sie verändern jeden Tag den Geschmack, machen ihn bunter und aufregender. Zum Schluss mit Stolz garnieren – das i-Tüpfelchen, wenn ein Gericht gelingt oder ein Gast lächelt.

Serviervorschlag:

Täglich genießen, nie ganz satt werden. Denn diese Ausbildung ist wie ein gutes Menü: vielschichtig, mit Höhen und Tiefen, aber immer mit dem Geschmack von echter Erfüllung.

Das Küchenpersonal sollte genauso gut riechen wie das Essen (Personalhygiene).

Allergene und Unverträglichkeiten:

Kann Spuren von Stress, Hektik und Überanstrengung enthalten.

Überstunden, Arbeiten am Wochenende und an Feiertagen gehören dazu.

Optionale Ergänzung:

Ein Hauch von Trinkgeld, wenn vorhanden!

Positive Nebeneffekte:

  1. Jahr Ausbildungsvergütung: ca. 925 €
  2. Jahr Vergütung: ca. 1075 €
  3. Jahr Vergütung: ca. 1200 €

Hier gelangen Sie zur Originaleinreichung, dem Rezept “Kochausbildung à la passion”
 

 

Helden in Haarnetzen – Catering mit Leidenschaft 

Guten Morgen, hier spricht Ayse-Neva Celik – Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement bei Gate Gourmet GmbH Holding Deutschland.

Mein Arbeitstag beginnt früh – und voller Energie. Während draußen langsam der Tag erwacht, läuft bei uns schon alles auf Hochtouren.

Ich arbeite im Büro – mitten im Geschehen. TIPP-TIPP auf der Tastatur, das Telefon klingelt, Rücksprache mit der Produktion, nochmal die Planung prüfen.

Was viele aber nicht wissen: Ich bekomme nicht nur das Büro mit, sondern sehe auch den großen Ganzen Airline-Catering-Alltag: Produktion, Logistik, Küche,– alles greift ineinander. Fast wie bei einem riesigen, perfekt getakteten Comic-Panel.

Was mich jeden Tag motiviert? Das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das nur funktioniert, wenn man sich aufeinander verlassen kann.

Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ein Catering Auftrag für ein Flugzeug fast zu scheitern drohte – Zeitdruck, letzte Änderungen, kaum Hoffnung auf eine rechtzeitige Abfertigung. Und dann: alle ziehen mit, denken mit, handeln schnell. Und es klappt doch noch. PUH! – Gänsehaut-Momente. 
Und ganz ehrlich: Bei uns ist es tatsächlich manchmal wie in einem Comic. Unterschiedliche Charaktere, schnelle Abläufe, laute Geräusche, kleine Dramen – und vor allem auch aufregende Heldenmomente.

Ich lerne nicht nur fürs Büro, sondern fürs Leben. Wie man organisiert, kommuniziert und den Überblick behält – auch wenn es mal PING! macht und alles gleichzeitig passiert. 
Meine Ausbildung bei Gate Gourmet GmbH Holding Deutschland ist lebendig, vielseitig und genau das Richtige für mich. Vielleicht ist sie das ja auch für dich? 
Und weil Worte allein das nicht beschreiben können, habe ich es gezeichnet – in meinem eigenen Comic über das, was hier wirklich passiert. So sehen echte Helden für mich aus – und ich bin Teil davon! 

Schau rein – vielleicht erkennst du dich darin wieder. 
 

Hier gelangen Sie zum Comic “Helden in Haarnetzen” der Originaleinreichung.

Kinderpfleger bleiben immer locker

Refrain: Ich bin Kinderpfleger. In meinen Taschen Lego, Steine in den Socken, aber ich bleibe locker.

1. Die Kita ist ein Haus, in dem sich alles dreht.

Wo spielen, schlafen, essen stets zusammengeht.

Wo kleine Hände klatschen, große Herzen schlagen.

Hier darf man alles testen: rutschen, klettern, tragen.

Sich anziehen, Hände waschen, Messer halten, öffnen Flaschen.

Kindern helfen, selbst was schaffen.

Das sind Kinderpflegesachen.

 

2. Die Waschmaschine piept – was für ein Spaß!

Die Lätzchen muss man falten - der Berg ist krass.

Die Spülmaschine ruft, der Boden wird gefegt,

und kommt zu mir Kind, das täglich Windeln trägt.

Pflaster kleben, im Heft eintragen, die Kinder rufen, die Kinder fragen.

Knete kneten, Türme bauen – bei uns gibt’s immer viel zu schauen!

 

3. Eins braucht Ruhe, das nächste weint ...

Stehen Schlange in der Küche – der Snack ist bereit.

Für jeder bin ich da, nonstop bin ich am Tun,

bin Sender und Empfänger – so sagt es Schulz von Thun.

Bauen Bindung, Beziehung stärken, die Wörter hören, Verhalten merken.

Bedürfnisse sehen und Interessen dokumentieren nicht vergessen.

 

4. Das Praktikum – nicht alles, was ich muss tun,

die Schule gibt mir Wissen, das hilft mir nun.

Der Fächerregenbogen so groß, das macht mir Spaß –

Langweilig wird es nie, ich gebe richtig Gas!

Schreiben testen, Aufgaben machen – man braucht starke Nerven.

Die Schule zeigt mir alle Wege zu gekonnter Kinderpflege.

Hier gelangen Sie zur Originaleinreichung, dem Lied “Kinderpfleger bleiben immer locker”.

 


Mona Wittelmann
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Fenja Wegner
Projektmitarbeiterin vocatium Wettbewerbe
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